Meine Tochter Lena leitet die Website-AG am Friedrich-Ebert-Gymnasium. Als ich ihr beim Relaunch der Schulwebsite half, stand die Frage im Raum: Reichen kostenlose SEO-Tools oder brauchen wir ein bezahltes Abo?

Was kostenlose Tools leisten

Google Search Console und Bing Webmaster Tools zeigen genau, welche Suchbegriffe Eltern zur Schulwebsite führen. Ubersuggest liefert in der Gratisversion fünf Keyword-Abfragen täglich - für eine Schul-AG ausreichend. Die Schüler fanden heraus, dass viele Eltern nach Ferienterminen suchen, nicht nach dem offiziellen Schulnamen. Kostenpunkt: null Euro. Einschränkung: Nur oberflächliche Einblicke, keine detaillierten Konkurrenzanalysen.

Wofür sich Bezahltools lohnen

Nach vier Monaten stießen wir an Grenzen. Die AG wollte verstehen, warum andere Gymnasien in der Region bei Google weiter oben stehen. Ich buchte probeweise Ahrefs für einen Monat - 89 Euro. Plötzlich sahen wir: Drei konkurrierende Schulen hatten Backlinks von Lokalzeitungen, wir nicht. Die Schüler schrieben daraufhin Pressemitteilungen über ihre Projekte. Zwei Zeitungen berichteten, unsere Rankings verbesserten sich innerhalb von acht Wochen spürbar.

Was für Schulprojekte sinnvoll ist

Für laufenden Betrieb reichen Gratis-Tools völlig aus. Bezahlversionen lohnen sich punktuell: beim Relaunch, bei Ranking-Problemen oder wenn mehrere Schulen um dieselben Suchbegriffe konkurrieren. Wir haben Ahrefs nach zwei Monaten gekündigt, die gewonnenen Erkenntnisse reichen uns noch heute. Das gesparte Geld floss in besseren Webspace - auch das verbessert Rankings, kostet aber nur 6 Euro monatlich statt 89 Euro.